STRAFRECHT

Verschaffen Sie sich in den folgenden Unterabschnitten einen ersten Überblick über die Thematik Strafrecht. Vielleicht wissen Sie nicht, ob Sie in Ihrer gegenwärtigen Situation einen Verteidiger benötigen oder nicht. Sie suchen einen Verteidiger aus Bielefeld? Dann sind Sie hier genau richtig!
Die im Folgenden dargestellten Informationen wurden von unserem Fachanwalt für Strafrecht Rechtsanwalt Sven Karsten zusammengestellt und aufbereitet. Sicherlich sind die aufgeführten Beispiele nicht eins-zu-eins auf Ihren Fall übertragbar. Aber gegebenenfalls konnten Sie für sich klären, ob Sie Rechtsanwalt Sven Karsten zu Ihrem Verteidiger in Bielefeld wählen möchten.
Da das Leben sehr facettenreich ist, sind auch die strafrechtlichen Fälle – so ähnlich sie sich sind – unterschiedlich. Es kommt auf Nuancen an. Am besten vereinbaren Sie einen Besprechungstermin mit dem Fachanwalt für Strafrecht Sven Karsten. So werden Sie ohne weitere Umschweife über die rechtliche Situation aufgeklärt.

Allgemeines zum Strafrecht

Das Strafrecht umfasst sämtliche Strafnormen, die es in Deutschland gibt. Die meisten von ihnen finden sich im StGB (Strafgesetzbuch). Die Strafgesetze sind im Grunde Verhaltensregeln, deren Nichtbefolgung eine Strafe nach sich ziehen. Jede Strafnorm beinhaltet einen so genannten Strafrahmen. Der Strafrahmen legt fest, welche Mindeststrafe und welche Strafe, bzw. auch welche Art der Strafe, ausgeurteilt werden kann. In Betracht kommen hier die Geldstrafe sowie die Freiheitsstrafe. Der Strafrahmen variiert von Delikt zu Delikt.
Beispielsweise wird ein Mord (§ 211 StGB) mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedacht. Dies hängt damit zusammen, dass dieses Delikt als besonders verwerflich und schlimm von der Gesellschaft angesehen wird. Ein einfacher Diebstahl (§ 242 StGB) hingegen wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Daran wird deutlich, das für die Gesellschaft der Diebstahl rechtlich gesehen weniger schwerwiegend ist als ein Mord. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Aussetzung des Haftbefehls
Soweit ein Haftbefehl, der lediglich wegen Fluchtgefahr gerechtfertigt ist, erlassen wurde, kann der Vollzug des Haftbefehls ausgesetzt werden, wenn weniger einschneidende Maßnahmen die Erwartung hinreichend begründen, dass der Zweck der Untersuchungshaft auch durch sie erreicht werden kann. Beispielsweise kann die Anweisung erfolgen, dass der Beschuldigte sich zu bestimmten Zeiten bei dem Richter, der Strafverfolgungsbehörde (beispielsweise Staatsanwaltschaft Bielefeld) einer anderen Dienststelle zu melden hat. Gleichfalls kann die Anweisung erfolgen, den Wohnort oder Aufenthaltsort oder einen bestimmten Bereich nicht ohne Erlaubnis des Richters oder der Strafverfolgungsbehörde zu verlassen, ebenso die Wohnung nur unter Aufsicht einer bestimmten Person zu verlassen. Letztlich ist es auch möglich über die Leistung einer angemessenen Sicherheit (Kaution) durch den Beschuldigten oder einen anderen eine Aussetzung des Haftbefehls zu erreichen.
Ist ein Haftbefehl aufgrund von Verdunkelungsgefahr gerechtfertigt, kann diese ausgesetzt werden, wenn weniger einschneidende Maßnahmen die Erwartung hinreichend begründen, dass sie die Verdunkelungsgefahr erheblich vermindern werden. In Betracht kommt namentlich die Anweisung, mit Mitbeschuldigten, Zeugen oder Sachverständigen keine Verbindung aufzunehmen.
Berufung in Strafsachen

Die Berufung ist ein sogenanntes Rechtsmittel. Sie kann gegen Urteile des Amtsgerichts (1. Instanz) eingelegt werden und eröffnet somit die 2. Instanz. Das Verfahren wird dann vor dem Landgericht durchgeführt. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Betäubungsmittel (Btm) / Drogen

Das Betäubungsmittelrecht, allen voran das Betäubungsmittelgesetz BtMG, umfasst Regelungen die diversen Umgang mit verbotenen konsumierbaren Substanzen unter Strafe stellt. Das Betäubungsmittelrecht erklärt auch, wann und unter welchen Umständen der Umgang mit Betäubungsmitteln (BtM) erlaubt ist. Umgangssprachlich werden Betäubungsmittel als Drogen bezeichnet. Welche Substanzen/Drogen “verboten” sind, finden sich beispielsweise in den Anhängen des BtMG. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Erkennungsdienstliche Behandlung

Dieser Eintrag befasst sich mit der sogenannten erkennungsdienstlichen Behandlung, kurz ED-Behandlung. Wir gehen hier nur auf die Maßnahmen nach den Regeln der Strafprozessordnung ein. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Haftprüfung
Sobald und solange sich ein Beschuldigter in Untersuchungshaft (z.B. JVA Bielefeld Brackwede) befindet, kann er gem. § 117 StPO Haftprüfung beantragen. In der Haftprüfung werden die Voraussetzungen zum Erlass des Haftbefehls erneut geprüft. Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für den Haftbefehl nicht oder nicht mehr vorliegen, wird der Haftbefehl aufgehoben. In dem Haftprüfungstermin kann auch über eine mögliche Außervollzugsetzung des Haftbefehls gesprochen werden und/oder diese angeregt werden.
Generell ist es empfehlenswert eine Haftprüfung mit einem Verteidiger durchzuführen. Der Verteidiger muss zuvor Akteneinsicht nehmen oder sich durch andere Informationsaufnahme Kenntnis vom dem Beschuldigten zur Last gelegten Sachverhalt verschaffen. Nur so ist unseres Erachtens eine effiziente Wahrnehmung und Durchführung des Haftprüfungstermins möglich.
Beauftragen Sie mich mit Ihrer Verteidigung
Verteidiger und Rechtsanwalt Sven Karsten

Kanzlei Karsten & Bolte
August-Bebel-Straße 162, 33602 Bielefeld

Fon: 0521 – 977 93 66
Fax: 0521 – 977 93 44
Email: karsten@karsten-bolte.de

Nebenklage

Die Nebenklage bietet dem Opfer einer Straftat die Möglichkeit am Strafverfahren und vor allem in der Hauptverhandlung vor Gericht, aktiv am Verfahren mitzuwirken. Zur Führung der Nebenklage kann sich das Opfer eines Anwaltes bedienen. Er ist der sogenannte Nebenklagevertreter. Oftmals und gerade in der Presse wird der Nebenklagevertreter auch als Opferanwalt bezeichnet, da er die Rechte des Opfers im Strafverfahren wahrnimmt. Gesetzlich geregelt ist die Nebenklage in den §§ 395 ff. StPO. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Opferrechte / Verletztenbeistand

„Ich bin nicht allein“ – Opferrechte
Es gab einmal eine Zeit, da war das Opfer nicht nur durch eine Straftat geschädigt, sondern auch noch quasi, aber auch praktisch hilflos im Strafverfahren. Die Rolle des Opfers war auf die bloße Rolle des Zeugen beschränkt. Im Ermittlungsverfahren war das Opfer völlig allein gestellt und musste teilweise peinliche Befragungen über sich ergehen lassen.
Während der Beschuldigte regelmäßig frühzeitig einen Verteidiger mit seiner Interessensvertretung beauftragt, konnte das Opfer nur hilflos abwarten, bis es irgendwann zu einer Verhandlung vor Gericht kam und der Angeklagte verurteilt würde. Abgesehen davon hatte das Opfer bis dahin kaum eine Möglichkeit Informationen zu dem Verfahren zu erhalten. Das hat sich nach einigen Reformen unserer Verfahrensvorschriften deutlich geändert. Es hat sich zum Guten gewandelt.
Jedes Opfer einer Straftat kann sich eines Anwaltes bedienen um zumindest rechtlichen Beistand zu erhalten.
Dies gilt unabhängig von der Frage, wie schwer oder welche Art von Straftat vorliegt. So kann der Anwalt als sogenannter Verletztenbeistand auch bei Vernehmungen des Opfers anwesend sein. Ebenso kann der Anwalt Akteneinsicht erhalten. Die Strafprozessordnung enthält also klare Regelungen zur Hilfe und Unterstützung des Opfers. Weitere Regelungen finden sich in der Strafprozessordnung. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Pflichtverteidiger / Pflichtverteidigung
Wer kennt diese Filmszene nicht: Ein Sheriff nimmt einen auf frischer Tat ertappten Dieb fest und liest ihm seine Rechte vor. Unter anderem habe er “das Recht auf einen Anwalt und wenn er kein Geld dafür habe, würde der Staat ihm einen Anwalt zur Seite stellen”.
Die Szene spielt sicherlich nicht in Deutschland. Natürlich haben Sie das Recht einen Anwalt zu konsultieren (und das sollten Sie vor jeder weiteren Äußerung), allerdings spielen Ihre Vermögensverhältnisse keine Rolle bei der Frage, ob der Staat Ihnen einen Anwalt (Pflichtverteidigung) stellt. Die Pflichtverteidigung kommt in bestimmten Fällen zum tragen und ist unabhängig von Ihrem Einkommen oder Vermögen. Als Pflichtverteidigerkann u.a. jeder Anwalt tätig werden.In Deutschland gibt es keine bei Gericht speziell “abkommandierte” Rechtsanwälte die nur Pflichtverteidigungen übernehmen.
Revision in Strafsachen

Die Revision in Strafsachen ist das letzte Rechtsmittel gegen Urteile vor einer möglichen Verfassungsbeschwerde. Sie hat enorme Bedeutung für Verfahren, die in erster Instanz vor dem Landgericht begonnen haben (Strafkammer Landgericht), da die Revision hier das einzige Rechtsmittel gegen ein Urteil ist. Die Berufung ist nicht möglich. Mehr zum Thema finden Sie HIER

Strafvollstreckung / Strafvollzug
Gerne vertreten wir sie auch im Bereich des Strafvollzugs, bzw. im Rahmen der Strafvollstreckung. Hierzu gehören vor allem das Stellen von Anträgen bezüglich einer vorzeitigen Haftentlassung, des so genannten „Halbstrafenantrags“ (1/2 Antrag) oder „Zweidrittelantrags“ (2/3-Antrag). Hier sollten Sie keine Chance verstreichen lassen. Ihr Leben und Ihre Zeit sind zu kostbar, als dass Sie länger als nötig in derJustizvollzugsanstalt bleiben sollten.
Daher kümmern wir uns gerne um Ihre Belange und kommen Sie selbstverständlich in der Justizvollzugsanstalt besuchen. In der Nähe gelegene Justizvollzugsanstalten, wie z.B. die JVA Bielefeld Brackwede, JVA Detmold, JVA Herford, JVA Bückeburg, JVA Münster, JVA Dortmund, JVA Hannover können innerhalb von wenigen Minuten angefahren werden, so dass auch kurzfristig ein Besuch zu Stande kommen kann.
Die Untersuchungshaft

Die Untersuchungshaft (U-Haft) ist die Inhaftierung eines noch nicht verurteilten Beschuldigten. Wer ist davon betroffen? Welche Rechte und Pflichten sind damit verbunden? Mehr zum Thema finden Sie HIER

Verteidiger in Bielefeld

Die Beziehung zwischen Verteidiger und Mandant ist eine ganz besondere. Das Verhältnis muss hohe Belastungen aushalten und sich auch auf einer zwischenmenschlichen Ebene jederzeit sachlich und professionell abspielen.
Wenn Sie uns mit Ihrer Verteidigung beauftragen, versprechen wir Ihnen eine optimale Verteidigung. Wir werden offen und ehrlich Ihnen gegenüber sein. Auch wenn dies nach unserer Auffassung eine Selbstverständlichkeit sein sollte, möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass wir großen Wert darauf legen. Mehr zum Thema finden Sie HIER