FAMILIENRECHT

Das Familienrecht betrifft einen der sensibelsten Bereiche des Lebens: Die Familie.
Gerade in diesem oft durch Emotionen und persönliche Verletzungen geprägten Rechtsgebiet ist es wichtig, einen Partner mit Einfühlungsvermögen an seiner Seite zu wissen. Wir vertreten Sie in allen Bereichen des Familienrechts – ganz gleich ob es um eine Scheidung, (Kindes-)unterhalt oder das Sorgerecht geht. Wir nehmen uns Zeit für Sie und sind für Sie da, wann immer Sie uns brauchen.
Nikolai Bolte, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht ist ihr kompetenter Ansprechpartner.
Sie erreichen Ihren Fachanwalt für Familienrecht Nikolai Bolte unter 0173/2904370.

Gewaltschutz

In jeder Beziehung gibt es manchmal Streit. Das ist ganz normal. Leider kommt es aber immer wieder vor, dass ein Partner – ganz gleich ob Mann oder Frau – die Grenzen überschreitet und zuschlägt.  Aber nicht nur im Streit fliegen die Fetzen: Manchmal braucht es hierfür nicht einmal einen Anlass. Mehr zum Thema finden Sie HIER 

Scheidung

Statistisch wird etwa jede dritte Ehe geschieden. Im Folgenden haben wir für Sie einige kurze Informationen zum Themenkomplex Trennung und Scheidung zusammengestellt. Selbstverständlich kann diese kurze Einführung eine kompetente Beratung durch einen unserer Anwälte nicht ersetzen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer persönlichen Situation haben, vereinbaren Sie einfach einen Termin. Wir helfen Ihnen gern.

Voraussetzung für die Scheidung einer Ehe ist die sog. Zerrüttung. Wenn die Eheleute seit mindestens einem Jahr getrennt leben – man spricht hier vom Trennungsjahr – wird vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Scheidung von einem Ehegatten beantragt wird und der andere Ehegatte der Scheidung zustimmt. Wenn der andere Ehegatte nicht zustimmt, wird nach drei Jahren Trennung ein Scheitern der Ehe unwiderleglich vermutet. Im Zusammenhang mit der Scheidung ist üblicherweise das Versorgungsausgleichsverfahren durchzuführen. Daneben können Verfahren zum Unterhalt, zum Zugewinnausgleich oder zum Sorgerecht erforderlich werden.

Sorgerecht

Haben die Eheleute gemeinsame Kinder ist die Frage zu klären, wer künftig das Sorgerecht für die Kinder ausüben soll. Dies bedeutet, dass der Inhaber des Sorgerechts alle wichtigen Entscheidungen für das Kind zu treffen hat. Er kann also entscheiden, welche Schule das Kind besuchen soll oder ob und wie eine ärztliche Behandlung durchgeführt wird. Wenn kein Elternteil eine gerichtliche Regelung beantragt, bleibt es auch nach der Scheidung beim gemeinsamen Sorgerecht.

Trennung

Aber was bedeutet überhaupt „getrennt leben“? Die Rechtsprechung setzt eine Trennung von Tisch und Bett voraus. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass einer der Ehepartner ausziehen muss. Man kann auch in derselben Wohnung getrennt leben. Voraussetzung ist aber, dass jeder Partner für sich selbst sorgt, also z.B. jeder für sich selbst einkauft, kocht, wäscht…

Üblicherweise nutzt jeder Ehegatte dann ein Zimmer als sein Schlafzimmer für sich allein, Küche und Badezimmer werden jeweils zu bestimmten Zeiten genutzt.

Trennungsfolgen

Die Trennung ist nicht nur Voraussetzung für die Einleitung eines Scheidungsverfahrens, sie hat auch ganz praktische Auswirkungen. Dies ist insbesondere das Entstehen eines Unterhaltsanspruchs, des sog. Trennungsunterhalts. Dieser besteht bis zur Scheidung, danach besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt.

Aber auch für evtl. Kindesunterhaltsansprüche ist die Trennung bedeutsam. Ein Kind hat grundsätzlich gegen beide Elternteile Anspruch auf Unterhalt. Solange die Eltern zusammen leben, erfüllen sie den Anspruch in natura, also z.B. durch Essen und Kleidung. Zieht ein Elternteil aus, ist er zur Leistung des Barunterhalts verpflichtet. Der Kindesunterhaltsanspruch richtet sich nach der sog. Düsseldorfer Tabelle. Diese finden Sie in unserem Downloadbereich.

Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen über das Familienrecht am Telefon durch unseren Rechtsanwalt für Familienrecht Nikolai Bolte (Bielefeld).

Umgangsrecht

Generell ist ein regelmäßiger Kontakt des Kindes zu beiden Elternteilen wichtig. Soweit das Kindeswohl dem nicht entgegensteht, hat daher der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, einen Anspruch, aber auch die Pflicht zum regelmäßigen Umgang mit dem Kind. Üblicherweise findet der Umgang alle zwei Wochen von Freitagabend bis Sonntagabend statt. Außerdem sollte jeder Elternteil das Kind für die Hälfte der Schulferien bei sich haben. Die Eltern können hier allerdings ohne weiteres untereinander eine bedarfsgerechte Lösung vereinbaren.

Unterhaltsanspruch

Berechnung des Unterhaltsanspruchs
Die Berechnung von Unterhaltsansprüchen ist kompliziert. Grund hierfür ist, dass der Unterhaltsanspruch auf Basis des sog. bereinigten Nettoeinkommens errechnet wird. Hierbei werden vom gesetzlichen Nettoeinkommen verschiedene Abzüge vorgenommen, z.B. für Fahrtkosten oder Gewerkschaftsbeiträge. Aber auch andere Kosten, beispielsweise die Tilgung gemeinsamer Darlehen, können im Einzelfall zu berücksichtigen sein. Auch muss beachtet werden, dass der Unterhaltsschuldner durch die Unterhaltszahlungen nicht selbst bedürftig wird. Er hat daher einen Selbstbehalt von 880 €, wenn er keiner Arbeit nachgeht, sonst 1.080 € gegenüber minderjährigen Kindern, 1.200 € gegenüber Ehegatten.
Ob und in welcher Höhe Ihnen Trennungsunterhalt zusteht, berechnen wir gern in Ihrem individuellen Einzelfall. Sprechen Sie uns einfach an.

Versorgungsausgleich

In der Regel ist zusammen mit dem Scheidungsverfahren auch der Versorgungsausgleich zu regeln. Dies bedeutet, dass die Rentenanwartschaften zwischen den Versorgungsträgern so ausgeglichen werden, dass beide Eheleute aus der Ehe die gleichen Anwartschaften erhalten. Ob für Sie die Möglichkeit besteht, auf den Versorgungsausgleich zu verzichten, besprechen wir gern mit Ihnen persönlich.

Wohnungszuweisung

Nicht selten kommt es vor, dass zwar beide Eheleute eine Trennung wünschen, aber keiner von beiden aus der Ehewohnung ausziehen möchte. In diesem Fall muss eine gerichtliche Regelung gefunden werden, die sich daran orientiert, welcher Ehegatte die Wohnung dringender benötigt. Es kann sogar in Ausnahmefällen sein, dass der Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung diese vorübergehend räumen und dem anderen Ehegatten überlassen muss.

Zugewinnausgleich

Die meisten Paare leben in einer sog. Zugewinngemeinschaft. Dies ist der gesetzliche Güterstand, in dem Eheleute leben, solange sie keine andere Regelung durch einen Ehevertrag getroffen haben. Endet der Güterstand z.B. durch eine Scheidung, besteht im Rahmen der Trennungsfolgen ein Anspruch auf Zugewinnausgleich. Der Zugewinn ist das Vermögen, das ein Ehepartner zwischen dem Tag der Heirat und der Zustellung des Scheidungsantrages erworben hat. Derjenige mit dem geringeren Zugewinn hat einen Anspruch auf Zugewinnausgleich in Höhe der hälftigen Zugewinndifferenz. Da auch hier diverse Sonderregelungen für Schenkungen, Erbschaften etc. bestehen, sollte auch hier eine Prüfung Ihres Einzelfalles erfolgen. Wir beraten Sie gern.